MALMOE

Fra­gen an das Kino

Ist das Kino eine aus­ster­bende Art?

Nun, wenn man mich am frü­hen Nach­mit­tag besucht, so könnte man das mei­nen. Da ist man zuwei­len alleine da. Gerade die Pro­gramm­ki­nos kön­nen sicher nur mit För­de­run­gen über­le­ben – in Wien wer­den die Art­house-Kinos geför­dert, und auch spe­zi­fi­sche Pro­jekte wie Fes­ti­vals oder Kino­rei­hen. Aber klar, es ist nicht ein­fach.

Wie viele Kinos gibt es denn noch in Wien?

Aktu­ell gibt es in Wien 32 ­Kinos – da sind Ein­rich­tun­gen wie die Pla­ne­ta­rien im Pra­ter und im Natur­his­to­ri­schen Museum mit­ge­rech­net. In den 1930er Jah­ren hat es mehr Kinos – aber das waren zum Teil wirk­lich Kleinst­ki­nos.

Und man muss natür­lich defi­nie­ren, was ein Kino ist: Zuerst waren Kino­vor­füh­run­gen oft „Num­mern“ im Rah­men ande­rer Unter­hal­tungs­for­men, im Zir­kus zum Bei­spiel. Mit dem „Laden­kino“ gab es zwar einen fes­ten Raum für das Kino – aller­dings wur­den wie der Name schon sagt, geeig­nete Räume, zumeist Geschäfts­lo­kale und Läden, ange­mie­tet. Erst ab 1903 gibt es Wien eigen­stän­dige Kinos. Der „Münstedt-Kino Palast” war das erste aus­nahms­los zum Kino­be­trieb errich­tete Gebäude in Wien.

Geht die Jugend ins Kino?

Für Ver­ab­re­dun­gen und erste Küsse bin ich wei­ter­hin der beste Ort, auch weil es für Jugend­li­che wenig andere Räume gibt, wo sie etwas Pri­vat­heit haben, die sie sich leis­ten kön­nen. Das Soziale sowie neue Effekte wie 3D sind sicher mein