MALMOE

Anti-Hei­mat­abend mit Tho­mas Eber­mann und Thors­ten Mense

Werte Feind*innen der Nation, liebe Verräter*innen des Vol­kes,

gemein­sam laden die Platt­form Radi­kale Linke und MALMOE am 18. Juni in den gro­ßen Saal des EKH zum Anti-Hei­mat­abend mit Tho­mas Eber­mann und Thors­ten Mense:

HEIMATEINE BESICHTIGUNG DES GRAUENS

Mit ihr wird für Zahn­pasta und Ban­ken gewor­ben, der Trach­ten­han­del erzielt Umsatz­re­korde und das pro­vin­zi­elle Kos­tüm ent­hemmt seine Träger/innen. Ein ‚Volks-Rock’n’Roller‘ füllt große Are­nen mit jun­gem Publi­kum, die Bild-Zei­tung ehrt sie mit einer kos­ten­lo­sen Son­der­aus­gabe, die Qua­li­täts­me­dien mit Fea­tures und Debat­ten-Serien. Zeit­schrif­ten, die das rich­tige Anle­gen von Rosen­bee­ten leh­ren, sind der Ren­ner auf dem Medi­en­markt.

Grüne pla­ka­tie­ren ihr zur Ehre, Sozi­al­de­mo­kra­ten mel­den ältere Besitz­an­sprü­che an, und benei­den die Christ­de­mo­kra­ten um die Idee mit dem Minis­te­rium. Nazis ver­kün­den, die Liebe zur ihr sei kein Ver­bre­chen, und wer sie nicht liebe, sei aus ihr zu ent­fer­nen. Linke kon­tern knall­hart: ihre Liebe zu Region und Gebiets­kör­per­schaft sei noch viel tie­fer, ech­ter und unver­brüch­li­cher.

Im Namen von Idyll, Har­mo­nie, Tra­di­tion, Brauch­tum, Fami­lie und wei­te­rer Höl­len wird gegen die Frem­den und das Fremde zu Felde gezo­gen. Was man bereits ohne Mei­nungs­for­schung erken­nen konnte, wurde mitt­ler­weile auch empi­risch belegt: Je mehr Hei­mat­liebe, desto aus­ge­präg­ter die ras­sis­ti­sche Gesin­nung.

Unbe­ein­druckt davon, stets dem Kon­struk­ti­ven ver­pflich­tet, bas­telt die Zivil­ge­sell­schaft an ‚alter­na­ti­ven‘ Hei­mat­be­grif­fen. Und wo noch ein Rest­wis­sen oder eine Ahnung vor­han­den ist, über die Geschichte die­ses rech­ten Kampf­be­griffs, der oft nur ein ande­res Wort für ‚Blut und Boden‘ war, zitiert man das letzte Wort aus ‚Prin­zip Hoff­nung’ des mar­xis­ti­schen Phi­lo­so­phen Ernst Bloch: ‚Hei­mat’ – und ver­schafft sich so gutes Gewis­sen.

Das und vie­les mehr – das Absurde und das Gefähr­li­che – wird an die­sem Abend auf Bühne und Lein­wand besich­tigt und vor­ge­führt, nach­ge­spielt und kom­men­tiert, ana­ly­siert und in die Tonne getre­ten. Stets par­tei­isch auf der Seite der his­to­ri­schen und zukünf­ti­gen Opfer der Hei­mat.

Im Vor­feld laden wir ab 19:00 Uhr zum hei­matz­er­set­zen­den Sekt­emp­fang im Innen­hof des EKH. Um 20:00 Uhr beginnt die Ver­an­stal­tung. Im Anschluss lako­ni­scher Aus­klang in der EKH-Bar.

Auf euer Kom­men freuen sich:

Platt­form Radi­kale Linke – eine seit 2016 bestehende Ver­net­zung links­ra­di­ka­ler, anti­au­to­ri­tä­rer Grup­pen. Mehr Infos: https://radikale-linke.at/

MALMOE – ein seit dem Jahr 2000 exis­tie­ren­des Print- und Online­me­dium aus Wien, das sich einer Poli­tik von links unten sowie pro­gres­si­ver Gegen- und Sub­kul­tur aufs Engste ver­bun­den fühlt.