![]() |
| |
|
|
||||||||
| |
||||||||||
|
Mitregieren Ahndung rassistischer Türpolitik und andere Kämpfe gegen Diskriminierung Ein Disco-Betreiber in St. Pölten ist der erste in Österreich, der endlich mal Schadenersatz zahlen muss, weil er seinen Türsteher zu rassistischer Türpolitik angewiesen hatte. „Der Einlass wurde ausschließlich auf Grund seiner ethnischen Zugehörigkeit, die durch sein ‚fremdes‘ Aussehen und seinen im Führerschein ausgewiesenen Namen erkennbar war, verwehrt“, heißt es im Gerichtsurteil. Das Österreichische Rote Kreuz hat seinen Fragenkatalog, der vor einer Blutspende ausgefüllt werden muss, noch immer nicht geändert – wie 2007 von der damaligen Gesundheitsministerin Andrea Kdolsky im Rahmen ihres „Life Ball“-Auftritts angekündigt. Wird die Frage „Hatten Sie als Mann Sex mit einem anderen Mann?“ mit „Ja“ beantwortet, wird der potenzielle Spender automatisch als Risiko eingestuft und nicht akzeptiert. Das stellt eine eindeutige Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung dar, zumal die Fakten über HIV/Aids zeigen, dass über 40 % aller Neuinfektionen auf heterosexuelle und nur ca. 20 % auf homosexuelle Kontakte zurückzuführen sind. In Kärnten brannte im Juni 2008 ein AsylwerberInnenheim. Es gab keinen Fluchtweg, keine Feuerlöscher und teilweise vergitterte Fenster. Viele BewohnerInnen sprangen in Panik aus Fenstern, einige wurden schwer verletzt, ein Mann kam dabei ums Leben. Die Schuldfrage soll nun in einem Prozess gegen den Heimleiter geklärt werden, wobei die Brandsachverständigen eindeutig von Brandlegung ausgehen. Der Anwalt des Heimleiters hat jetzt seine Argumentationsstrategie offen gelegt: Einerseits hätten „Afrikaner“ ein „anderes Sprungverhalten als Europäer“, auch Fluchtwege hätten sie nicht davon abgehalten, aus den Fenstern zu springen; andererseits seien „sie“ gar nicht fähig, einen Fluchtweg auch als solchen zu erkennen – daher müsse ein „ethnologisches Gutachten“ klären, ob Brandschutzvorrichtungen überhaupt etwas genutzt hätten. online seit 07.06.2010 14:41:01 (Printausgabe 50) autorIn und feedback : Sylvia Köchl Links zum Artikel:
|
|
„Wir hören von Massenmorden“ Ein Interview mit Doña Olga Sánchez, die in der südmexikanischen Grenzstadt Tapachula eine Herberge für Migrant_innen beitreibt. [15.01.2012,Maria Lisa Pichler] Die Flüchtlinge des unmöglichen Lebens Die Migrationsreise durchs Transitland Mexiko ist eine der gefährlichsten der Welt [07.01.2012,Maria Lisa Pichler] „Migrant_innen müssen unsichtbar sein“ Ein Gespräch mit Padre Heyman Vázquez Medina, der in Arriaga/Chiapas eine Migrant_innenherberge betreibt. [05.01.2012,Maria Lisa Pichler] die nächsten 3 Einträge ... |
||||||||
![]() |