MALMOE

gos­sip

Vor etwas mehr als zwei Jah­ren schrieb ich dem Zeit­geist fol­gen­des Gedicht ent­ge­gen:

Bitte, lad mich zu dei­nem ­Face­boo­ke­vent ein,

Ich würd so gern Mal wie­der zu Psyt­rance fei­ern,

Bei dei­ner Aus­stel­lung ­kom­men genau meine Leute,

Ach Shit, die Wan­de­rung, die ist ja schon heute.

Aber heute muss ich sagen: Ich bereue. Und mit mir alle ande­ren bei MALMOE. Fühlt euch jetzt nicht ange­grif­fen, liebe Rave-Veranstalter:innen und Mit­glie­der der freien Thea­ter­grup­pen – ihr ward die Avant­garde, die lange vor dem offi­zi­el­len Beginn der Like-Moderne (ca. 26. März 2017) erkann­ten, dass nur wer ein­lädt ist, nur wer teil­nimmt sein kann. Ent­spre­chend wurde der Gos­sip revam­ped, um Ein­zel­nen die Chance zu geben, euch mal so rich­tig per­so­na­li­siert ein­zu­la­den. Cool.

Fan­gen wir mal mit dem Zeit­lo­sen an: Die Leip­zi­ger Bass Fri­ends um Label/Crew Modern Trips herum waren wie­der umtrie­big in den letz­ten Mona­ten & haben bis­her 2 von 3 Tei­len Ten Times Ten raus­ge­hauen, das Skiz­zen von Alza54 & glass­ways seit 2015 sam­melt. Ein­fach in Modern Trips Mani­festo 2019 rein­hö­ren & danach lau­fen las­sen.

Für die, die lie­ber aus dem Haus, bes­ser: gleich auf die Straße gehen, kommt Ende März Wider­stands­mo­mente in die Kinos & por­trä­tiert Aktivist:innen & deren poli­ti­sche Pra­xis. Ab dem 25. März mit einer Woche gro­ßem Pro­gramm dazu, Podien mit den Machen­den & den Protagonist:innen, mit eigent­lich allen Leu­ten, die ihr im März mit einem Mikro vorm Mund sehen soll­tet. Genaue Infos auf der Film­home­page.

Wer auch davor schon Wider­stands­mo­mente haben will, denen sei am Abend des femi­nis­ti­schen Kampf­tags ein Besuch im Schau­spiel­haus Wien ans Herz gelegt. Hier fei­ert das Buch Wie wir has­sen seine Pre­miere, um den Kampf­geist des Tages nach der Demo nicht gleich ver­puf­fen zu las­sen. Her­aus­ge­ge­ben von Lydia Hai­der sam­melt das Buch Autorin­nen um sich, die gegen Kapi­tal, Patri­ar­chat & das, was es an der Welt sonst zu has­sen gibt, anschrei­ben, ‑schreien & ‑wüten. Mit dabei am Abend selbst sind unter ande­rem Verena Deng­ler, Sophia Süß­milch, Ste­fa­nie Sarg­na­gel & natür­lich die Her­aus­ge­be­rin. Im Band selbst fin­den sich dar­über hin­aus Texte von Ebru Düz­gün (Ebow), Sybille Berg & vie­len wei­te­ren.

Einige der Autorin­nen des Ban­des sind übri­gens Mit­ver­an­stal­te­rin­nen des Blu­men­mon­tags, der jeden letz­ten Mon­tag im Monat im Café Stadt­bahn statt­fin­det. Es geht – lei­der! – nur sel­ten um Blu­men, ist aber sonst die viel­leicht kusche­ligste & best kura­tier­teste Lese­reihe Wiens. Nur meine Mei­nung, aber viel­leicht soll­tet ihr sie ein­fach mal über­prü­fen?

Dann zum Schluß das Beste: die Selbst­wer­bung. Kommt doch am 26. März mal am Cam­pus vor­bei (wo genau müsst ihr schon das Inter­net fra­gen, wir sind doch hier nicht Face­book?!), wenn ich einige ganz spe­zi­elle Gäste auf dem Podium sit­zen hab: Die Genos­sin­nen aus der Out­side the Box-Redak­tion geben Wien die Ehre um mir & euch vorm Podium die Aus­gabe 7 zum Thema Erfah­rung vor­zu­stel­len. Könnt ihr euch eine sol­che ent­ge­hen las­sen? Ich dachte schon, dass nicht.

Ansons­ten war’s das die­ses Mal für den Gos­sip. Ist das gut so per­so­na­li­siert? Lasst ein Like bei Face­book da! Eher kacke so? Wilde Hass­mail an uns! Wir kön­nen damit umge­hen, ver­spro­chen!