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Was wurde eigentlich aus...? Ein Update zu MALMOE-Themen in früheren Ausgaben. Folge 15: Hardt/Negri „Empire“ von Michael Hardt und Antonio Negri kam im Jahr 2000 gerade zur richtigen Zeit. Mit dem schillernden Empire-Begriff und einem radikalen Theoriegebäude, das in den Transformationen hin zu immaterieller Arbeit eine Emanzipationsperspektive hineininterpretierte, traf das Buch den Nerv der Zeit. Globalisierungsdebatte, New Economy-Diskurse und alterglobalistische Bewegung wurden hier mit Perspektive verbunden, der Pluralismus jüngster Bewegungen auf den einladenden Begriff „Multitude“ gebracht. Schon lange hatte kein linkes Theoriebuch mehr so einen Erfolg gehabt und wurde auch in der Linken so intensiv debattiert (und natürlich auch kritisiert). Auch in MALMOE hinterließ der Ansatz seine Spuren: Vom Negri-Text in einer der ersten Kurzausgaben („Clipboards“), über Kolumnentitel wie „Empire“ und „Multitude“ in den Rubriken „Regieren“ und „Widersprechen“, bis zum Empire-Debatten-Schwerpunkt in MALMOE #11 schlug sich die Diskussion sichtbar im Heft nieder. Trafen Hardt/Negri mit „Empire“ den Nerv der Zeit, so schrieben sie an den folgenden großen Ereignissen (9/11, Wirtschaftskrise) und deren Folgen eher vorbei, was auch so manche der einst so faszinierenden Thesen nicht mehr so schlüssig erscheinen ließ. Deshalb blieb wohl dem Nachfolgebuch „Multitude“ weniger Aufmerksamkeit beschieden, und auch das jüngst erschienene Schlusswerk der Trilogie („Commonwealth“) scheint nur noch im Kunstkontext gesteigerte Aufmerksamkeit zu genießen – im „Artforum“ war ein auszugsweiser Vorabdruck zu lesen, während anderswo bislang kaum Rezensionen erschienen. Inhaltlich kreisen die Autoren um dieselben Themen wie beim Auftakt, insofern ist auch der Neuigkeitswert relativ beschränkt. In der linken Theorieszene in Wien ist jedoch eine anhaltend lebendige Rezeption zu konstatieren. Soeben sind zwei einschlägige Bücher erschienen: „Die Performance der Wissensarbeit: Immaterielle Wertschöpfung und Neue Selbstständigkeit“ von Klaus Neundlinger schließt an italienische Theoriearbeit im Umfeld von Antonio Negri an. „Die Körper der Multitude: Von der sexuellen Revolution zum queer-feministischen Aufstand“ von Robert Foltin versucht Hardt/Negris Theoriegebäude mit feministischer Kritik in Beziehung zu setzen. Beat Weber online seit 24.08.2010 21:54:59 (Printausgabe 50) autorIn und feedback : BW Links zum Artikel:
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„Hörmann-Gate“ Antisemitische Wirtschafts-Kritik in der Offensive [29.12.2011,Markus Schallhas] Angst um das Geld Was die Inflationssorgen alles überschatten [17.12.2011,Pinguin] Mindestsicherung AMS und MA 40 vereint gegen Arme [13.12.2011,Martin Mair (AKTIVE ARBEITLOSE)] die vorigen 3 Einträge ... die nächsten 3 Einträge ... |
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