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Förderung, Wahrung, Hebung, Schaffung 100 Jahre Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs Förderung, Wahrung, Hebung, Schaffung so die in der Maysedergasse – im Rahmen der Plakatserie „tribute to“ – prangenden Wörter, aus den Gründungsstatuten der VBKÖ, der ersten Vereinigung bildender Künstlerinnen Ös. Am 1. April 2010 feierte diese ihr goldenes 100-jähriges Jubiläum. Förderung Aus der systematisch-programmatischen Unmöglichkeit der Partizipation von Frauen in allen Institutionen um die Jahrhundertwende gründete sich 1910 die erste selbstbestimmte Vereinigung, die Frauen zu Mitgliederinnen ernannte und gezielt deren Förderung und Interessen in den Blick rückte. Dabei finden sich im Archiv Zeugnisse solidarischer gegenseitiger Unterstützung, der Organisation von Ausstellungen und vom Kampf um Anerkennung (Frauen wurden erst 1920 unter anderem durch Druck seitens der VBKÖ erstmals zum Studium an der Akademie zugelassen), also der Förderung und Stärkung der eigenen Position in einer patriarchalen (Kunst-)Welt. Hebung Der spektakulären Anfangsgeschichte der VBKÖ folgen die Fortsetzung der Vereinigung unter dem Frauen- und Kunstbild der NS-Zeit und damit Ausschlüsse von Künstlerinnen mit jüdischer Herkunftsgeschichte aber auch Austritte aus Gründen, deren Erforschung das heurige Jahresprogramm gewidmet ist – ebenso wie der breiteren Sensibilisierung für diese sowie für widerständige Belange. Diese personellen und politischen Brüche wirkten sich auch auf die Zeit nach 1945 aus, in den 1960er/70er Jahren konnte die VBKÖ ihr einst revolutionäres Potenzial nicht wiedererlangen. Ihre Geschichte und frühen Erfolge blieben so von der allgemeinen wie auch feministischen Geschichtsschreibung unbeachtet. Erst langsam, in den 1990ern wurden Räumlichkeiten und Organisation vor allem durch Rudolfine Lackner – der amtierenden Präsidentin – wieder belebt und der Versuch gestartet, das historische Potenzial unter neuen Vorzeichen zu reaktivieren. Die finanziellen Möglichkeiten sind beschränkt, der Kampf um Geld und Räumlichkeiten enorm. Und trotzdem passiert viel, wird stetig gemacht, versucht und ausprobiert. Schaffung 100 Jahre VBKÖ – und alles glitzert. Das Eingangsschild ist poliert, das neue – nun offiziell ernannte – Board hat sich goldig in Schale geworfen, Freund_innen haben zahlreich gratuliert, geholfen, es gab goldenen Kuchen und ein feierlich-glorreich-kämpferisches Jubiläumslogo von Esther Straganz. In den neuen Räumen war im Rahmen der im Wachsen begriffenen Jahresausstellung ein Fund der Künstler_innengruppe Drogerie zu sehen, der alle Förder_innen zur radikalen Ermöglichung einer Repolitisierung der VBKÖ auffordert. Sie umfasst weiters neben der Plakatserie „tribute to“, einer Videodokuinstallation von Lina Dokuzović und einem Geburtstagsgeschenk von Linda Bilda vor allem die Räume und die anwesenden Personen selbst: Mitstreiter_innen inmitten einer vertrauten, intimen, queer-feministischen Atmosphäre. Durch ein Megaphon wurden die Namen aller je offiziell Beigetretenen verlesen, aus dem Fenster hinaus, für die Öffentlichkeit. Die historische Bedeutung bildet die Grundlage zur Schaffung von Neuem, zur kritischen Reaktualisierung alter Kämpfe, zur Vernetzung uuu...nd zum Feiern. Die sehr offizielle Geburtstagsfeier samt Symposium findet am 30. September statt. Happy Birthday VBKÖ! We wish you another hundred – thousand – golden years! online seit 20.08.2010 12:46:15 (Printausgabe 50) autorIn und feedback : Iris Borovčnik Links zum Artikel:
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Ein fibriges Jahrzehnt Zum Jubiläum ein Interview mit Redakteur_innen und Veranstalter_innen von fiber [09.01.2012,Interview: wa] Mixtape Diesmal mit Majas Musikmarkt [25.12.2011,Redaktion] Reinhauen, was das Zeug hält! Feministisch-politische Ansprüche weiblich-jugendlicher Realität [07.12.2011,Interview: Sophie Schasiepen und Tomke Wieser] die vorigen 3 Einträge ... die nächsten 3 Einträge ... |
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