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Was wurde eigentlich aus...? Ein Update zu MALMOE-Themen in früheren Ausgaben. Folge 6: Plakatierverbot Im Sinne einer „Festivalisierung“ von Stadtpolitik war die Fußball-Europameisterschaft der Männer im Jahre 2008 für die Stadt Wien ein Anlass zur Neuregulierung des Außenwerbungssektors, wie in MALMOE #40 berichtet. Angesichts der erwarteten Touristenströme sollten sich die Straßen von Wien von ihrer saubersten Seite präsentieren. Baustellen wurden zeitlich verlegt, Renovierungen abgeschlossen und die Verwaltungsstrafen für das Anbringen von Plakaten wurden mit 1.1.2008 erhöht, vor allem im Wiederholungsfalle steigen die Geldbußen nun empfindlich an. Gleichzeitig wurden die größeren Wildplakatunternehmen durch die Errichtung von 40.000 Halbschalen an Strommasten und die Integration in den Gewista/JCDecaux-Konzern kooptiert und in die formelle Wirtschaft eingegliedert. Zwei Jahre nach der Aufregung bietet sich folgendes Bild: Einige, kleinere Wildplakatierer setzen sich weiter über Arbeitsrecht und Steuerpflicht hinweg und bekleben leerstehende Häuser und Bauzäune. Gewista/JCDecaux/Kulturplakat hat das Monopol und verkauft fast ungestört den öffentlichen Raum. Wien ist heute die Stadt mit der weltweit größten Dichte an Außenwerbungsflächen. Streetart, nichtkommerzielle und politische Plakate, Demonstrationsaufrufe etc. werden weiterhin nahezu repressionsfrei überall in der Stadt angebracht. online seit 22.08.2010 11:06:09 (Printausgabe 50) autorIn und feedback : Karl Neumayer Links zum Artikel:
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