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MALMOE Business Traveller Der etwas andere Business-Trip mit der etwas anderen Werbung CNN zeigt wöchentlich eine Dauerwerbesendung namens 'Business Traveller'. Dabei reist der Präsentator Richard Quest, ein sehr lebhafter, breit- und großmäuliger, nervender Brite auf den Geschäftsrouten der Welt und bewirbt launig und aufdringlich so nebenbei Fluglinien, Hotels und Kurzurlaubsdestinationen. Dies soll eine MALMOE-Ausgabe davon sein. Es ist dies die Geschichte einer Rückreise. Reiseausgangspunkt ist eine Stadt im Südwesten Deutschlands. Ziel ist Wien Leopoldstadt. Reisetag ist der 16.11.. Von diesem Tag an bestreikte die Gewerkschaft der Lokführer GdL für 72 Stunden den Güter und Personenverkehr in Deutschland. Die GdL möchte von der Deutschen Bahn als eigenständiger Tarifpartner anerkannt werden. Solange dies nicht passiert, wird gestreikt. Reichlich unverschämt. Vergleichbar ungefähr damit, dass sich die HerzchirurgInnen zusammenschlössen, weil Sie - notfalls auch gegen KrankenpflegerInnen, TurnusärztInnen und Verwaltungspersonal - ihre Einzelinteressen durchsetzen könnten. In Deutschland ist die Konkurenz der Gewerkschaften bereits lange Praxis. In Österreich ist der Gewerkschaftsbund - Bawag hin oder her – unbestritten. Gut so, auch aus Business Traveller-Sicht. Der MALMOE-Business-Traveller hat sich aber ohnedies einen Mietwagen reserviert, um gewiss rechtzeitig am Abend am Flughafen in Stuttgart zu sein. Von dort soll es weitergehen nach Wien. Sixt-Autovermietung und Air Berlin sollen die privatwirtschaftlichen Garanten der Mobilität sein. Sixt scheitert. Der reservierte Wagen ist morgens nicht verfügbar. Die VormieterInnen haben ihn nicht zurück gegeben. Wegen des Bahnstreiks. So geht es am mittleren Nachmittag nach getätigtem Business genossenschaftlich nach Stuttgart. Fahrgemeinschaft mit einer Business-Partnerin aus Ulm. Stuttgart Flughafen, 17:00. 3 Stunden vor dem geplanten Boarding-Termin. Allerdings, hier hat Ihr Business-Traveller bereits Routine. Der Rückflug nach Wien hat sich noch jedes mal mindestens eine 3/4 Stunde verspätet. Jetzt aber auch noch ein Wintereinbruch. Wegen der notwendigen Enteisung der Tragflächen in Wien, kommt der Flieger schon 1 Stunde verspätet in Stuttgart an. Der Rückflug startet schließlich nach neuerlicher Enteisung knapp 2 1/2 Stunden verspätet. 2 Reihen weiter blättert jemand in der deutschen Financial Times. Entweder ein 'fellow business traveller' oder jemand, der bei den Gratiszeitungen beim Einsteigen keine Krone mehr erhaschte. Er blättert um. Auf einem einseitigen Inserat prangt das Konterfei von Manfred Schnell, GdL-Vorsitzender. Ein Inserat von sixt-Autovermietung, 2006 übrigens mit dem „renommierten“ 'Business Traveller Award' ausgezeichnet. Unter dem Bild: „Danke, Manfred Schnell“. Und ganz ulkig; ein Schild, wie es Streikposten gerne tragen: „Streikopfer mieten günstig unter: sixt.de“. 23:30 Ankunft im verschneiten Wien. 23:45 Gepäcksausgabe. 300 Leute warten. Die Fließbänder spucken nur langsam die Gepäckstücke aus. Zudem weisen die Bildschirme, welche den Fließbändern die entsprechenden Flüge zuordnen sollen in die Irre. Koffertrolleys aller Farben, vereinigt euch. Der Business Traveller nutzt die Zeit. WAP-Handy, Fahrplanauskunft. CAT (City Airport Train), die Business Traveller Ausgabe einer Schnellbahn, Direktverbindung zwischen dem Flughafen Wien und der City, Joint Venture zwischen ÖBB und Vienna Airport, verkehrt zuletzt um 23:30. Nur eine gewöhnliche Schnellbahn gibt es noch. Um 0:05, mit dem richtigen Trolley an der Hand, am Schnellbahnsteig, das Rauchverbot noch schnell ignoriert. Die Schnellbahn fährt pünktlichst ab. Ach, unsere Österreichische Bundesbahn; ein Unternehmen, welches nicht privatisiert werden soll. Trotz 6 blau-schwarzen Jahren. In Österreich ist nicht einmal der Neoliberalismus ernst. Ein gutes Land. Nachspann: bei 10 cm Neuschnee ist ein Trolley auch ein Koffer zum Tragen. online seit 28.11.2007 11:22:03 autorIn und feedback : Ihr Business Traveller, yt |
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Privat versichern ohne Profit Welche Potenziale haben solidarische Versicherungsinitiativen? [16.07.2008,Tommi Settergren] Erben in Österreich Während die Regierung eine „Vermögenszuwachssteuer“ diskutiert, wird die viel weitreichendere Erbschaftssteuer abgeschafft. Wie konnte das passieren? [07.07.2008,Schürz/Weber] Wär’ ich nicht arm, wärst du nicht reich Vermögen entzieht sich gern, auch der Analyse [03.07.2008,Martin Schürz] die nächsten 3 Einträge ... |
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