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too much, too fast, too true, too slow feedbackanddisaster.net: Netzwerke, Übertreibung, "Real Life". Die Künstlerin Doris Prlic kann man als umtriebige Tausendsasserin bezeichnen: mit 22 Jahren arbeitet sie bereits als Musikerin, Animationsfilmemacherin, Visualistin und realisiert Theaterperformances. Seit 2004 ist sie Kuratorin der von ihr mitgegründeten Online-Kunst/Musik/Theorieplattform www.feedbackanddisaster.net. Im Zuge ihres aktuellen Projekts, der Online Musikcompilation "too much, too fast, too true, too slow" erscheinen im zweiwöchigen Rhythmus thematisch produzierte Tracks von ausgewählten MusikerInnen aus dem experimentellem Elektronik-Umfeld (z.B. DJ Elephant Power, ae oder Eve Massacre) zum freien Download. MALMOE hat sich mit Doris via Telefon über Netzwerke, Übertreibung und das "Real Life" unterhalten. Für Dein aktuelles Feedback & Disaster Projekt "too much, too fast, too true, too slow" hast du das Thema der Übertreibung gewählt. Wie war Dein Zugang dazu? Ich finde Übertreibung als künstlerische Strategie interessant. Man kann politische und gesellschaf tliche Kritik üben, die auf nicht übertriebene Weise vielleicht platt oder langweilig wäre. Durch Übertreibung kann man Dinge verschärft ausdrücken. Übertreibung bietet sowohl inhaltlich als auch formal als künstlerisches Mittel viele Aspekte und Zugangsmöglichkeiten. Warum erschien dir Musik dafür als Ausführungsmedium am besten geeignet? Warum hast Du bei diesem Projekt sowohl eine thematische als auch eine mediale Eingrenzung vorgenommen? Die ersten KünstlerInnen, die mich interessierten, bevor ich das Projekt startete, arbeiteten hauptsächlich als MusikerInnen. Ich fand es spannender, diese in Zusammenhang mit anderen MusikerInnen zu bringen. Ich finde die Eingrenzung interessant. Ich habe versucht, ein Thema zu finden, das sie verbindet und habe dann nach weiteren KünstlerInnen gesucht, die ähnlich arbeiten. Es gab besonders beiden weiblichen elektronischen Soundkünstler innen einige, die ich besonders gut gefunden habe und ich wollte fragen, ob sie etwas für mein Projekt machen wollen - und es hat sich gezeigt, das sie auch alle im weiteren Sinne mit Übertreibung als Ausdrucksmittel arbeiten. Im Zuge der F&D-Projekte kehrst Du mittels Ausstellungen, Screenings und Konzerten doch immer wieder von der Internetplattform ins "Real Life" zurück. Auch von "too much, too fast, too true, to slow" wird es eine CD-Veröffentlichung auf dem Label True Call geben – also warum letztendlich wieder diese Entscheidung für das Material? Ich finds schön, ein Resultat zu haben, das man in den Händen halten kann, das man den beteiligten MusikerInnen zurückgeben kann und das einen zusätzlich verbindet. Die Internetseite ist zwar der primäre Weg und das Experimentierfeld, man reagiert aufeinander und da ist der Prozess wichtig. Aber es ist nur für den Moment. Durch das Produkt wird alles wieder zusammengeführt. Gleichzeitig versuche ich Konzerte und Ausstellungen parallel zu machen, um eine weitere Dynamik ins Projekt zu bringen und den Leuten die Chance zu geben, sich kennen zu lernen. Gerade in diesen nichtkommerziellen Bereichen ist es sehr wichtig, dass man seine e igenen Netzwerke bildet. Fragen: Karin Fisslthaler; Interview redaktionell gekürzt Bis Herbst erscheint jeden 2. Montag ein Track auf www.feedbackanddisaster.net online seit 16.08.2006 07:16:12 (Printausgabe 33) autorIn und feedback : Karin Fisslthaler |
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Förderung, Wahrung, Hebung, Schaffung 100 Jahre Vereinigung Bildender Künstlerinnen Österreichs [20.08.2010,Iris Borovčnik] Was wurde eigentlich aus...? Ein Update zu MALMOE-Themen in früheren Ausgaben. Folge 8: Queer Hip Hop [08.08.2010,Katharina Morawek] Mixtape mit Isili (Technokränzchen/Wien) [20.07.2010] die nächsten 3 Einträge ... |
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