![]() |
| |
|
|
||||
| |
||||||
|
Slums, Ford und die US-Marines Eine Milliarde Menschen lebt in Slums. Ford und die argentinische Diktatur. US-Marines in Kolumbien. Eine Milliarde Menschen lebt in Slums. Insgesamt lebt mittlerweile die Hälfte der Menschheit in Städten. Diese Zahlen hat das UNO-Programm "Habitat" erhoben. Der Hauptgrund für die enorme Zunahme der weltweiten Stadtbevölkerung sind die schlechten Lebensbedingungen am Land. Diese eine Milliarde an Slum-BewohnerInnen hat keine ausreichende Grundversorgung, da nur die wenigsten Städte für den massenhaften Zuzug armer BürgerInnen gerüstet sind. Die Städtepartnerschaften, die 1913 zum Austausch unterschiedlicher städtischer Erfahrungen und Entwicklungen eingeführt wurden, sollen nun vermehrt Programme gegen Armut und Wohnungslosigkeit zwischen dem Westen und dem Trikont austauschen. In Österreich haben nur Linz und Salzburg Partnerstädte im Trikont, Wien vernetzt sich dagegen nur mit anderen europäischen Hauptstädten. In Argentinien wird nun nach Anzeigen gegen den Autokonzern Ford die Verwicklung von Unternehmen mit der Diktatur genauer untersucht. Der damit befasst Staatsanwalt Félix Crous erklärte, Ford habe auf Verhaftungen und in zahlreichen Fällen auf Ermordungen von Arbeiterdelegierten gedrängt und damit im Sinne der wirtschaftlichen Interessen des Unternehmens gehandelt. Andere Firmen hätten die Verhaftung von Gewerkschaftern erleichtert, indem sie Informationen über deren Aktionen weitergegeben und sogar ihre Einrichtungen für geheime Folterzentren zur Verfügung gestellt hätten. Unter dem Verdacht der Zusammenarbeit mit der Diktatur steht neben nationalen Unternehmen auch Daimler-Chrysler. Ein besonders dunkles Kapitel bei den Ermittlungen ist die Stahlindustrie Acindar. In einer ihrer Fabriken in der Provinz Santa Fe wurde vor dem Militärputsch ein geheimes Gefängnis eingerichtet, in dem vermutlich 15 Menschen starben. 500 Angestellte wurden entlassen und gezwungen, die Stadt zu verlassen. Insgesamt "verschwanden" während der argentinischen Militärdiktatur 30.000 Menschen, davon waren 68 % ArbeiterInnen, vermutlich mehrheitlich solche, die sich in oder außerhalb der Gewerkschaften für die Rechte der ArbeiterInnen engagiert hatten. "Zwei Bataillone der Urwald-Expeditionsstreitkräfte der US-Marine sollen kürzlich Befehle erhalten haben, nach denen sie im Februar 2003 in Kolumbien einmarschieren sollen", berichtet Peter Gorman von der uruguayanischen Nachrichtenagentur comcosur. Insgesamt 1100 US-Soldaten sollen zuverlässigen Quellen entsprechend den Auftrag erhalten haben, gemeinsam mit kolumbianischen Streitkräften sämtliche FARC-Oberkommandos im Süden des Landes zu eliminieren. Den Quellen von comcosur entsprechend sollen die US-Truppen ihre Operationen sehr wahrscheinlich von der US-Basis bei Manta aus durchführen. Diese liegt an der Küste Ecuadors nahe dem Fluss Putamayo, an der Grenze zwischen Peru und Kolumbien. Diese geheime Basis war früher zur gemeinsamen Nutzung der USA wie auch Perus bestimmt, um die FARC bei einer Militäroffensive Kolumbiens wenn nötig in den Süden des Putumayo zurückzudrängen. Die Präsenz US-amerikanischer Soldaten in Kolumbien widerspricht selbst US-Beschlüssen zum Plan Colombia, sollte aber nicht allzu viel Widerstand hervorrufen. Denn zum einen wird zu diesem Zeitpunkt bereits der "große" Krieg gegen den Irak im Gange sein, zum anderen wurde die amerikanische Öffentlichkeit auf Einsätze gegen die FARC-Guerilla schon durch Behauptungen vorbereitet, wie sie trainiere gemeinsam mit Al-Qaeda. online seit 11.03.2003 16:49:06 autorIn und feedback : Sylvia Köchl |
|
Vom Zapatismus lernen… …heißt postmoderne Kriege führen lernen. Oder: Wie das Pentagon den Netzkrieg entdeckte [13.09.2008,Jens Kastner] Und der Staat ist kein Traum… Zu einer Strandlektüre der etwas anderen Art: Materialistische Staatstheorien [13.09.2008,mg] Mao im Elchtest, Folge 6 Was blieb von den Sprüchen aus der "roten Bibel"? Heute: Gehirnwäsche [14.08.2008,Red.] die vorigen 3 Einträge ... die nächsten 3 Einträge ... |
||||
![]() |