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Streifzüge

Hybr[id Rob]ots

Im Wallace H. Coulter Labor der Georgia Tech Universität arbeitet Steve Potter mit seinem Team an neuronengesteuerten Computersystemen. Mitte April stellte Steve Potter auf der 3. Internationalen Konferenz zu Substrate Integrated Microelectrodes in Texas das Resultat seiner seit 1993 andauernden Forschung vor: den Hybrot, Kurzform von Hybrid Robot.

Pinky ...

Der Unterschied zwischen einem konventionellen Roboter und dem Hybrot liegt im Hauptprozessor. Dieser wird bei herkömmlichen Robotern aus Metall und Siliziumkristallen gefertigt, im Gegensatz dazu Potters Hybrot, der mit einem aus 2.000 in vitro gezogenen Ratten-Hirnzellen Hauptprozessor bestückt ist.

Die Ratten-Neuronen werden dabei über ein Feld Elektroden gezogen, die dann die Spannungsschwankungen der Zellen aufnehmen. Ein Computer analysiert diese Aktivität, und schreibt Bewegung vor. Der Roboter selbst verfügt über ein Sensorensystem, das in einem Feedbacksystem mittels elektrische Spannung via der Elektroden mit den Neuronen kommuniziert. Steve Potter baut darauf, dass er, in Analogie zur Tierwelt, die bei der Benutzung von Werkzeugen Lerneffekte zeigt, auch seinen Hybrot zum Lernen zu bringen wird.

... und Brain?

Die Nachricht war sogar der New York Times eine Nachricht wert. Vom "National Institute of Health" wird Potter mit 1,2 Millionen Dollar gesponsert. Und: Ganz in US-amerikanischer Tradition werden seine Ideen auch schon verkauft, bei der Schweizer Firma K-Team kann ein Rattenneuronen gesteuertes Modell des Roboters Khepera II bereits bestellt werden.

online seit 02.07.2003 18:29:58 (Printausgabe 14)
autorIn und feedback : [cp]




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