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  MALMOEs EM-Tabellenführung

Spiel 28: "Terassenkrieg mit Letscho und Zungenkuss"

TabellenführerInnen: Sylvia Köchl, Ingo Lauggas & Maria Pohn-Weidinger

Aufwärmen: Ingo & Sylvia bauen den Fernseher auf Ingo’s Terasse auf & sprechen mit den NachbarInnen auf der oberen Terasse den Sender ab. Maria rast mit dem Auto von Vöcklabruck nach Wien, um rechtzeitig zum Anpfiff hier zu sein.
Spiel: Spanien – Italien in Wien
Sender: ORF – da zur allseitigen Erleichterung nicht, wie angekündigt, Thomas König kommentiert
Verpflegung: Lammbraten, Letscho, Polenta, Wein, Bier, Wasser, Zigaretten, Grissini
Persönlicher Favorit: Italien (Ingo), Spanien (Sylvia), Italien (Maria)& die schon schlafende Franca (4) hilft wie ihr ganzer Kindergarten
grundsätzlich nur noch zur Türkei.
Tipp: 1:2 n.V. (Ingo) & 2:0 (Sylvia)
Pause: Sylvia begeht Fahnenflucht & wechselt ins italienische Lager, um ein Gegengewicht zu den grölenden Spanier auf der oberen Terasse zu bilden. Ingo kocht schon wieder, und Maria lässt sich die EM nacherzählen, die „bisher an mir vorbeigegangen ist“... Später stellt sich heraus, dass sie gar keinen Fernseher hat!
Kabinenpredigt: Luca Toni! Rasier dich!
Schönster Mann am Platz: Buffon mit 2:1 Stimmen – wir suchen den Konsens und nominieren Alberto Aquilani, aber Buffon nimmt im Fall des Aufstiegs die Punkte mit.
Bester Mann am Platz: Zinedine Zidane (da reicht es schon, dass er im Publikum sitzt)
Schlechtester Mann am Platz: keiner
Nervigster Mann am Platz: der beginnende Schnauzer von Luca Toni
Kuscheligster Mann am Platz: Kater Mercutio
Bitterste Szene: Wie der Ball von Buffon abprallt und hinter ihm weiterkullert...
Schönste Szene: ...und wie er ihn doch noch kriegt.
Lustigste Szene: Wäre ich nicht zu den Italienern übergelaufen, hätte ich sicher etwas zu lachen gehabt (Sylvia).
Männlichste Szene: Iker Casillas nach dem Sieg im Unterhemd, die Kapitänsschleife am nackten Oberarm
Stimmung: Von der spanischen Terasse über uns reinste Gehässigkeit, während wir unten versuchen, von Ingo italienische Schlachtgesänge zu erlernen.
Randnotiz: Die Bet-at-home-Plakatwerbung mit dem Zungenkuss zwischen einem deutschen und einem österreichischen Fan sorgt für Unruhe: Beim österreichischen Werberat sind so viele Beschwerden eingegangen, dass das Sujet nun zurückgezogen wurde. Haupttenor der Einsprüche: der Sittenverfall und der schlechte Einfluss auf „unsere“ Kinder – Höhepunkt ist wohl das Mail einer Dame, die erzählt, ihre Mutter habe Besuch von ihrem Enkerl erhalten und sie hätten sich wie üblich ein Bussi gegeben, worauf das Enkerl (wahrscheinlich ein Bub?) der Oma plötzlich die Zunge in den Mund gesteckt habe! Sollte also nun dieses Enkerl nie fernsehen dürfen & sollten sich seine Eltern vor ihm auch immer so keusch verhalten, wie es dem Papst gefällt, ja dann kann wirklich nur dieses Plakat schuld sein.
Bummerl: dem Ingo, den in den ersten 90 Minuten nur seine Unentschieden-Wette interessiert
Zuckerl: dem spanischen Team, das mit einer heutigen Niederlage zum 4. Mal an einem 22. Juni im Elferschießen ausgeschieden wäre
Zitat: „Das lässt der Buffon nicht zu, dass der Ball ins Tor geht.“ (Herbert Prohaska gibt eine präzise Arbeitsplatzbeschreibung ab)
Ergebnis: 0:0 & 4:2 im Elfmeterschießen
Nachspiel: Andi Herzog’s unfassbares Modebewusstein & der spanische Fan in Wien, der sagt, er gehe morgen nicht arbeiten.
E-Mail: Liebe Post,
die zwei spielfreien Tage werde ich dazu nutzen, mich zu fragen, weshalb sich die „Post.at“ teure Werbebanden bei der EM leistet. Doch eigentlich kann ich ja auch Sie fragen: Wer ist die Zielgruppe dieser Werbung? Sollen russische TV-ZuseherInnen bewogen werden, ihre Briefe lieber am Westbahnhof aufzugeben, türkische Fans ihr Paket in Graz? Sollen Flensburger TaferlklasslerInnen ihre Erstausstattung im Postshop Mistelbach besorgen und spanische aficionados ihr Handy in Bregenz? Da ich die Bierpreise in Fanzonen vom Hörensagen kenne, kann ich mir jene von Werbebanden am Feldrand einigermaßen ausmalen. Da die Post allen was bringt, zum Beispiel ihrem Personal das Abbau-Schreiben, frage ich mich (und Sie), ob die gekündigten PostlerInnen dieses viele Geld nicht etwas fehl investiert finden könnten.
Antwort gern auch via snail mail
*ingo L.
Versendet an: kundenservice@post.at


online seit 24.06.2008 11:19:44
autorIn und feedback : alltag




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