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MALMOEs EM-Tabellenführung Diesmal: Parallel-Tabellenführung! Spiel 21 (& 22): "Ein glatter Bruch ist besser als ein Bänderriss!" bzw. "Was für ein Ferserl" bzw. "Als der gallische Hahn baden ging" Spiel 21 (& 22): Ein glatter Bruch ist besser als ein Bänderriss! TabellenführerInnen: Stefan & Sylvia Köchl (Frankreich) Aufwärmen: Wir sehen uns ja nur ein, zweimal im Jahr, und das sowie das eine Bier, das sich locker noch ausgeht, erklärt, warum wir um viertel vor 9 immer noch im Segafredo Millennium City sitzen. Betreut von einer fast schon fürsorglich zu nennenden Kellnerin im „I love football“-T-Shirt und flankiert vom nervösen Oberkellner, der sich als echt italienischer Italienfan entpuppt, wechseln wir an einen Tisch beim Fernseher. Spiel: Italien – Frankreich (parallel Niederlande – Rumänien) Sender: ORF (diesmal fremdbestimmt) Verpflegung: Bier, und zwar v.a. ungezählte Coronas (Oma hat den Enkerln einen Brief mit beigelegten Scheinchen mitgegeben – danke, Oma!) Persönlicher Favorit: Frankreich Tipp: 1:1 (das damit verfolgte Ziel lautet: Die Italiener mit in den Abgrund reißen.) Pause: Mozzarella-Toast Kabinenpredigt: Ich habe fertig... Schönster Mann am Platz: Peter Stöger (im ORF-Studio vor Ort) Bester Mann am Platz: Franck Ribéry (trotz Unterschenkelbruch – dieser hat sich erst im Nachhinein zur Verstauchung gewandelt) Schlechtester Mann am Platz: natürlich nicht wirklich, aber: Thierry Henry „out of order“, wenn er statt hängender einsame Spitze spielen muss & der wirklich schlechteste Mann am Platz ist Trainer Domenech, der so intelligent war, Trezeguet nicht mitzunehmen, der die italienische Abwehr auswendig kennen würde Nervigster Mann am Platz: trotz allem keiner aufgefallen Schönste Szene: besser: schaurig-schönste Szene: wie die Franzosen wirklich weinen am Schluss Bitterste Szene: Verletzung von Ribéry in der 8. Minute, der Elfer samt roter Karte in der 25. Minute, der durch Henry abgefälschte Torschuss der Italiener sowie der Anblick des oben erwähnten Kellners, der sich ganz allein freuen muss. Lustigste Szene: der eben erwähnte Kellner stellt nach dem Spiel eine kleine Italienfahne neben den Fernseher & meint entschuldigend, dass er darauf ja so lange warten musste Männlichste Szene: Don Buffon (Italien-Goalie) kann wieder nicht zusehen beim Elfmeter und schreit ins Tornetz Stimmung: 8 Minnuten super, dann gedrückt Randnotiz: Ein glatter Bruch ist besser als ein Bänderriss! Bummerl: für jene ORF-Korrepondentin mit ausgeprägter Menschenscheu, die nach dem Spiel aus Paris berichtet. Ein – zugegeben – leicht ausgeflippter Franzose tanzt um sie herum, während der Kameramann mit ständigen Schwenks versucht, ihn aus dem Bild zu kriegen. Zuckerl: Domenech kann nun unmöglich noch länger Trainer bleiben. Zitat: „Das war wirklich nicht unser Ding heute.“ (Henry fasst zusammen) Ergebnis: 0:2 (und 2:0) Nachspiel: Keines, weil da es in Rom heute geregnet hat, sind die ItalienerInnen zuhause geblieben, so die nächste ORF-Korrespondentin, die wahrscheinlich ansonsten Kriegsberichterstatterin ist, denn jetzt hört sie plötzlich hinter sich Autos hupen! E-Mail: Sehr geehrter Herr Ryan! Haben Sie heute dasselbe Spiel gesehen wie wir? Jedenfalls sollten Sie sich aufgrund Ihrer verfehlten Analysen keine gröberen Hoffnungen machen, dass Österreich gegen Frankreich im WM-Quali-Spiel im Herbst irgendwelche Chancen haben wird. Better listen to Peter Stöger! Kein Kap der guten Hoffnung für „unsere“ Buben prophezeihen Stefan und Sylvia K. Versendet an: kundendienst@orf.at Spiel 21: Was für ein Ferserl Gast-Tabellenführer: Ingo Lauggas (Italien) Aufwärmen: Im Stiegenhaus treffe ich den Gemeinderat meines Vertrauens http://www.marco-schreuder.at, der auch Holländer ist und ankündigt: „Heute lassen wir die Rumänen gewinnen, damit die Italiener endlich draußen sind.“ Ich grinse höflich. Spiel: Italien – Frankreich in Zürich Sender: ORF, in der berechtigten Hoffnung, mich noch ein wenig an dem nicht wunderlichen Nicht-Wunder von Wien weiden zu können. Verpflegung: Ein spartanisches Bier, keine Zigaretten, da in rauchfreier Viewingzone zu Gast. Persönlicher Favorit: Italien Tipp: 2:1 Pause: Rauchen Kabinenpredigt: Hup Holland! Schönster Mann am Platz: Es war mir beim ersten Mal zu peinlich, aber es muss raus: Roberto Donadoni Bester Mann am Platz: Daniele De Rossi, für sein Kunststück, einen französischen Verteidiger mit der Ferse zum Stehenlassen des Beines zu zwingen. Geht nicht? Lesen Sie das Zitat des Tages! Schlechtester Mann am Platz: Thierry Henry, gemessen freilich an der guten alten Zeit. Zudem ein Quasi-Eigentor, tsts. Nervigster Mann am Platz: Leider wieder MC Ryan in einer Minus-Spalte: Sein Schmollen darüber, dass die Trainer des heutigen Abends nicht so rigoros vom Feld verbannt werden wie gestern Hicke und Löw, meint er so ernst, dass es einem die Schadenfreude verdirbt. Schönste Szene: Rumpelstielzchen Gattuso verweigert Herzlich- und Verbindlichkeiten beim Aufeinandertreffen der beiden Teams am Weg zum Feld durch eisernes Zu-Boden-Blicken. Süß. Bitterste Szene: (Bitte meine Namensschwäche zu entschuldigen) Der nette kleine Franzose, der eingewechselt wird, weil sich Ribéry verletzt, wird gleich wieder ausgewechselt, als der andere Franzose eine rote Karte erhält. Lustigste Szene: Das ZDF präsentiert als Warm Up ein hübsches Medley entsetzter Italien-Fans aus den ersten Spielen und unterlegt es mit Opernmusik. Männlichste Szene: Thierry Henry steht dem ganz schön verletzen Franck Ribéry bei und streichelt ihn. Stimmung: Zunehmend schläfrig. Bummerl: Vor lauter Gähnen kein Bummerl. Zuckerl: Gemäß der Verpflegungspolitik des Abends: auch keine Zuckerln. Zitat: „De Rossi zwingt den französischen Verteidiger mit der Ferse auf geniale Weise, das Bein stehen zu lassen.“ Genial, fürwahr. Ergebnis: 2:0 E-Mail: „Sehr geehrte Rezeption der Therme Stegersbach, mir kommt zu Ohren, dass bei Ihnen nun recht günstige Thermenaufenthalte gebucht werden können, da die Österreichische Nationalmannschaft ihr EM-Quartier ‚vorzeitig’ geräumt hat. Ich wollte mich erkundigen, ob es möglich ist, eine Kopie des Faxes zu erhalten, mit dem der ÖFB allen Ernstes über die Vorrunde hinaus gebucht hat, da ich hoffe, mit dieser papiernen Realsatire in der einen oder anderen Abendgesellschaft zur Erheiterung beitragen zu können. Immer wieder Österreich! Ingo Lauggas“ Versendet an: info@dietherme.com Spiel 21 (& 22): Als der gallische Hahn baden ging Gast-TabellenführerInnen: Daniela Koweindl (Italien) und Martin Wassermair (Frankreich) Aufwärmen: Rucksack packen, rauf auf’s Rad und ab ins frankophile Terrain... Noch sind Enrico und ich als italienischer Fansektor willkommen. Auch, wenn wir vorgewarnt sind ausreichend Taschentücher mitzunehemen. Für Freudentränen??? Maquilage Kit liegt bereit, Blau-weiß-rot macht fröhliche Strahlewangen! Spiel: Italien – Frankreich, in Zürich Letzigrund Sender: War das ARD? Jedenfalls Deutsches Fernsehen. Verpflegung: Grieskirchner, Ottakringer, Nüsse, Käse. Der 51 zur allfälligen Notversorgung stets in Reichweite. Und – express aus dem Gefrierfach – Pizza Materazzi! On va bouffer les italiens! Na Mahlzeit. Persönlicher Favorit: Rumänien. Dacia und Renault sind schließlich ein Geschwisterpaar! Tipp: 1:1. Oder besser gesagt 3:0 für Italien (um die vor dem TV anwesenden Frankreich-Fans zu provozieren…) Pause: CDs aus Frankreich - als ob das helfen würde. Louise Attaque steht nicht im Abseits und erleidet auch keinen Unterschenkelbruch. Kabinenpredigt: Wie zuletzt: Allez les bleus! Und ebenso: Forza azzurri! Wenn ihr ernst genommen werden möchtet, dann braucht’s ein „echtes“ Tor! Brunis Prada-Täschchen wird den Raum nicht öffnen! Also nach vorne, Nicolas. Nicolas Anelka! Schönster Mann am Platz: Gianluigi Buffon, keine Frage! Raymond Domenech. Die Inkarnation jakobinischer Besonnenheit. Bester Mann am Platz: Vor dem TV: Kommentator David (3,5 Jahre). Sind die Weißen die Polen? In Ribéry-T-Shirt, das heute allerdings kein Glücksbringer ist. Aber Buffon war auch nicht schlecht. Schlechtester Mann am Platz: Alexandre Fourtoy, Chef der UEFA Media Technologies. Sein Credo: Handy-Videos von den Matches auf YouTube und Fklickr sind pfui, pfui, pfui! Nervigster Mann am Platz: Steuermann des Letzi-Mobils. Wohin hat er den Spielmacher Franck Ribéry verschleppt? Auf diese Frage bleibt er uns eine Antwort schuldig! Schönste Szene: Die Équipe tricolore bei der Hymne! Der Knabenchor der Black-blanc-beur stellt alle anderen in den Schatten. Kamera auf Buffon während des 11ers für Italien. Buffon krallt sich ins Netz des eigenen Tors, offenbar mit Blick auf den Screen im Stadion, um den 11er auf der anderen Seite des Feldes optimal zu verfolgen. Und: Toooooor! Bitterste Szene: Bitter für Frankreich am laufenden Band: Verletzung Ribery. Rote Karte Abidal. 1:0 für Italien nach 11er. 2:0 für Italien über Henry. Aber bitter auch die verpatzten Torchancen von Italien. Bitter ist für die Söhne und Töchter der Revolution nur der Pastis. Und davon kriegt man nie genug! Lustigste Szene: Nasri kommt, Nasri geht. Die schadenfrohen Gesichter der Italien-Spieler nach dem 2. Tor. Männlichste Szene: Als der gallische Hahn baden ging! Stimmung: Vor dem TV: Super! Auf dem Rasen: Immer wieder spannend, aber „fair“ werden Fußballergebnisse niemals sein. Randnotiz: Frankreich hat am 13. Oktober 2007 die Faröer Inseln mit 6:0 besiegt. Thierry Henry traf in der 8. Minute. Und in Rom ist ein Motorino umgefallen. Bummerl: Für Italien. Ohne „Mitarbeit“ von Frankreich gäbe es beide Tore nicht. Und wer hilft im nächsten Spiel? Zuckerl: Bonbon! Zitat: Nicht aus dem Spiel, aber ein Aufruf zweier Wiener Magistratsabteilungen, der offensichtlich noch nicht ausreichend Beachtung gefunden hat. Stammt schon von Anfang Juni: „Liebe StadtbewohnerInnen, wir die MAs 48 und 30 (Müll und Kanalisation) habe unsere Fahnen (klein, oft rot-weiß-rot oder schwarz-rot-gold...) im Großraum Wien verloren. Leider hängen sie oft an Autos oder anderen Gegenständen fest. Wir bitten Sie daher diese umgehend an eine unserer Einrichtungen zu retournieren (z.B. Mistkübel, Kanaldeckel, etc.). Vielen Dank für Ihre Mitarbeit! Ihre MAs 30 und 48“ Ergebnis: 2:0 für Italien. ITALIEN! I-T-A-L-I-E-N! Aux armes citoyens, auf Wiedersehen 2010 am Kap der guten Hoffnung! Nachspiel: Noch einmal Louise Attaque: On va cracher nos souhaits! online seit 18.06.2008 17:39:07 autorIn und feedback : alltag |
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