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MALMOEs EM-Tabellenführung Spiel 19 & 20: "Zur Pause Stille, nachher auch" Spiel 19 & 20: Zur Pause Stille, nachher auch Gast-Tabellenführer: Ludwig Csépai Aufwärmen: In der U-Bahn die ersten Fans mit Bier in der Hand, noch freundlich. Haare schneiden lassen (das geht jedes Mal schneller), Einkaufen, Kochen für morgen und übermorgen, Espressomaschine entkalken. Jetzt höre ich Leonard Cohen in den Spielräumen, sehr nostalgisch, nur kein Cordoba. Was bedeutet das, Faymann und Gusenbauer? Was für Schlüsse zieht Hickersberger daraus? Zangenangriff, Doppelspitze oder verstärkte Defensive? Wie wird Merkel reagieren? Delling sagt, mit fünf Ministern. Zuviel Nachdenken darf man vor dem Tor nicht, heißt es. Also ab zu den Rückenübungen, ja, das Alter. Netzer gibt den Motivationstrainer, echte Kerle, echte Charaktere, Löw bringt die Mannschaft voran, Delling den Skeptiker, aber Netzer sagt nicht nur, dass er sehr siegesbewusst ist, sondern dass die Österreicher mit ihrer sehr offensiven Aufstellung fließende Bewegungen von vorn nach hinten und umgekehrt, wie es im modernen Fußball üblich ist, machen müssen. Na dann, Prost. Die Antwort liegt bekanntlich am Platz, und Hickersberger hat auf alles oder nichts aufgestellt. Spiel: Österreich – Deutschland in Wien Sender: ARD, Tom Bartels, Gerhard Delling, Günter Netzer. Wegen der ausgesprochenen Unfähigkeit der ORF-Sportreporter, über Vorgänge am Spielfeld zu berichten, von Konzepten und Taktiken ganz zu schweigen. Verpflegung: Zwei belegte Brote, Schokolade (á la Mousse au Chocolat), Thunfischsalat, Zigaretten (genug), Taschentücher – man weiß ja nie. Persönlicher Favorit: Niederlande, spielt aber nicht, also Österreich Tipp: 1:3 Pause: Hochspannung: Wasser trinken oder doch einen Grappa? Kabinenpredigt: Pepi, im Viertelfinale benimmst dich aber. Schönster Mann am Platz: Äh, das Attribut ist hier und heute einfach fehl am Platz. Und hässlich sind genug, da wird es schwierig. Bester Mann am Platz: Philipp Lahm. Schlechtester Mann am Platz: Eigentlich keiner. Nervigster Mann am Platz: Schiedsrichter Schönste Szene: Keine. Bitterste Szene: Hoffer verdaddelt sich gleich nach der Pause, statt zu passen. Lustigste Szene: Yogi Löw beschwert sich bei seiner Bundeskanzlerin. Männlichste Szene: Pepi gibt Yogi die Hand. Stimmung: Zum Zerreißen, dann hat aber so ein deutscher Spielverderber gleich nach der Pause den Luftballon kaputt gemacht. Randnotiz: Im Hof trötete einer vor dem Spiel, darauf ein lauter Ruf: „Wer woar des?“; zur Pause Stille; nachher auch. Bummerl: Ein Schuss, ein Tor. Zuckerl: Der ARD-Reporter blieb bis fünf Minuten vor Schluss nervös. Zitat: ARD-Reporter Tom Bartels: “Der Schiedsrichter ließ Gnade vor Recht entgehen“, weil Aufhauser keine Gelbe bekam. Ergebnis: 0:1 Nachspiel: Doch ein Grappa. Seltsam, wenig Flankenspiel der Deutschen, mehr von den Österreichern, einige schöne Spielzüge, aber völlig harmlos vor dem deutschen Strafraum. Mit Stürmern sollten die Deutschen zu schlagen sein. E-Mail: keines online seit 17.06.2008 11:33:48 autorIn und feedback : alltag |
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