menueleiste1
home archiv suche messageboard abo hier gibts malmoe feedback alltag verdienen regieren widersprechen funktionieren tanzen erlebnispark
  MALMOEs EM-Tabellenführung

Spiel1 13: "Ein langer Tag" und Spiel 14: "Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt"

Spiel 13: Ein langer Tag

Gast-Tabellenführer: Ingo Lauggas


Aufwärmen: Lautstarker 90er Jahre Rap mit Jovanotti als Vorab-Kabinenpredigt für die Italiener: „Penso Positivo“ http://www.youtube.com/watch?v=IqoxP-W0VQ4
Spiel: Italien – Rumänien in Zürich
Sender: ORF, um zu honorieren, dass Herbert Prohaska im Standard-Interview gesagt hat, an den ItalienierInnen sei nachahmenswert, dass 70 % der Leute für das Essen leben und 30% vom Essen.
Verpflegung: Pizza „Mamma Mia“ vom Zustellservice, Dosenbier, Zigaretten
Persönlicher Favorit: Italien
Tipp: 2:1
Pause: Beim Pizzaservice anrufen und nachhaltig urgieren, dass sie Mozzarella statt Pizzakäse nehmen sollen.
Kabinenpredigt: An alle: Bitte ein Tor!
Schönster Mann am Platz: Christian Panucci: nicht unbedingt der schönste, aber Sonderpunkte für seine Ähnlichkeit mit McDreamy von Grey’s Anatomy.
Bester Mann am Platz: beide Tormänner
Schlechtester Mann am Platz: eigentlich wieder keiner
Nervigster Mann am Platz: Adrian Mutu, der zuerst ein Tor gegen Italien schießt und sich dann nicht einkriegt, dass er den Elfer nicht reinkriegt.
Schönste Szene: der gehaltene Elfmeter
Bitterste Szene: Rassenkundler CD Ryan (siehe Spiel 2) identifiziert tatsächlich den Rom im Kader der Rumänen.
Lustigste Szene: Eigentlich habe ich nicht viel gelacht.
Männlichste Szene: Torwart Gianluigi Buffon bricht bei der Elfmeterentscheidung gegen Italien in Lachen aus.
Stimmung: Zum Glück nur von Minute 55 bis 56 mittelmäßig.
Randnotiz: Die SchweizerInnen sind wirklich lustig: Das Gefährt, das den blutüberströmten, verLETZten Rumänen abtransportiert, heißt doch tatsächlich „Letzi Mobil“.
Bummerl: für Mutu für den vergebenen Elfmeter: Ätsch.
Zuckerl: eine der wenigen vom 1.Juni-Hagel unbeschädigt gebliebenen Erbeeren von der Terrasse
Zitat: „Die Linienrichter haben im Moment keinen guten Tag.“ Dass Herbert Prohaska so lange Tage hat, erklärt so manches.
Ergebnis: 1:1
Nachspiel: Da fällt mir auf: Wo war Nesta? Memo: Sylvia fragen, was mit Nesta ist.
E-Mail: „Liebe Redaktion von der Sendung mit der Maus!
Meine Tochter erzählt mir, dass Ihr in der letzten Ausgabe gezeigt habt, wie der Fußballrasen gemäht wird, damit er diese hellen und dunklen Streifen kriegt. Da ich es unfair finde, dass mein Kind mit viereinhalb Jahren schon erfährt, was ich seit sechsunddreißig wissen will, ersuche ich Euch, mir eine Infomappe zu diesem Beitrag zukommen zu lassen.
Um väterliche Wissenshoheit bemüht,
Ingo Lauggas“
Versendet an: maus@wdr.de


Spiel 14: Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt

Gast-Tabellenführerinnen: Daniela Koweindl und Tanja Schmidt- Konečny


Aufwärmen: Wir sind HD ready. Letzter Gegencheck, ob die viel umworbene ORF-Ausstrahlung in HD wirklich einen Unterschied macht. Tatsächlich!!!
Spiel: Niederlande - Frankreich in Bern
Sender: ORF (wegen HD)
Verpflegung: ein paar Baci
Persönlicher Favorit: Niederlande. (Eigentlich Frankreich. Aber damit das Spiel Italien gegen Frankreich am Dienstag so richtig spannend wird und beide in derselben miesen Ausgangslage sind, soll Holland gewinnen. Denn: Warum soll’s den Franzosen besser gehen…)
Tipp: 2:1 für Niederlande. Oder 2:2. Oder das wird das torreichste Spiel schlechthin.
Pause: Noch ein paar Panini-Pickerl getauscht.
Kabinenpredigt: Allez les bleues! Verlieren ist ok, aber nicht widerstandslos und ohne Tore. Ran an den Ball! Die niederländische Mannschaft hatte gegen Ende der 1. Spielhälfte 63% Ballbesitz.
Schönster Mann am Platz: Wer hat schönen Männern ein Platzverbot erteilt?
Bester Mann am Platz: Franck Ribéry, Edwin van der Sar
Schlechtester Mann am Platz: Um diese Auszeichnung hat niemand im Speziellen gebettelt.
Nervigster Mann am Platz: Thierry Henry, als er mit Handspiel-Vorwurf versucht, einen Elfer herauszuschinden.
Schönste Szene: = bitterste Szene = schönste Szene = bitterste Szene = ... Wir können uns nicht einigen. Schön und bitter zugleich: das Tor von Arjen Robben – 3:1 für Holland.
Bitterste Szene: Das 3:1 für Holland. Während im Stadion der Jubel für das Tor von Thierry Henry noch nicht einmal verhallt ist, folgt schon der nächste Gegentreffer. Echt bitter, wie hier der erste Freudentaumel der Frankreich-Fans schlagartig abgewürgt wird.
Lustigste Szene: Schwacher Versuch: Konkurrenz durch einen orangen Ball, der aber rasch vom Spielfeld befördert wird.
Männlichste Szene: Papastolz! Auch nach dieser Partie ein (verängstigtes?) Kleinkind, das zur Ehrenrunde vor den Fans auf Händen getragen wird.
Stimmung: Obwohl über weite Strecken eifrig um Tore gerungen wird, wird es nicht so richtig spannend. Selbst nach dem ersten Tor der französischen Mannschaft ist durch den unmittelbaren Folgetreffer von Robben jede Aufregung gleich wieder dahin. Just more of the same...
Die Sensation des Tages haben wir zweifellos im Spiel zuvor erlebt: Der gehaltene Elfer von Buffon! Einfach legendär! Was oder wer soll das noch toppen??
Randnotiz: Oralfokusierte Kameraführung. Warum müssen wir in diesem Spiel ständig in Großaufnahme mitansehen, wie die verschiedenen Spieler Speichelflüssigkeit auf dem Rasen verteilen? Röcheln mit anschließendem Weitspucken ist dabei noch die dezenteste Form. Aber spätestens als bei Ribery ein Spuckefaden wieder zurück ins Gesicht springt und quer über’s Kinn hängen bleibt, wünschen wir uns einen Moment lang Zeiten vor der Erfindung des Zooms zurück. (Vielleicht hätten wir’s ohne HD nicht so genau gesehen?)
Bummerl: Das Fashiondesign der Niederlande! Sind die hellblauen Stutzen aus dem Dirndl-Laden? Als Homage an die GastgeberInnen dieser Männer-Fußball-EM? Häkelstutzen mit Lochmuster? (So genau können wir’s allerdings trotz HD nicht erkennen.) Dass die Sohlen der Schuhe farblich darauf abgestimmt sind, macht’s nicht besser. Allerdings tragen nicht alle Spieler diese Schuhe. Insofern: Mehr Indivdualismus bitte auch bei der Wadenbekleidung!
Zuckerl: In dieser Gruppe bleibt das Ringen ums Dabeibleiben spannend bis zum Schluss. Genau so wollten wir’s.
Zitat: Pariaseks Resüme direkt nach dem Spiel: „Österreich befindet sich auf Augenhöhe mit dem Weltmeister.“ Hat der Gute das ganze Spiel lang noch über die Begegnung zuvor (Italien – Rumänien) nachgedacht? Um seine österreichische Perspektive mit einem Rechenergebnis (0+1=1 Punkt) zu unterlegen?
Ergebnis: 4:1
Nachspiel: Heute nach dem Spiel keine persönlichen Fan-Erlebnisse in der Stadt oder gar vor der Haustür. Interessiert sich denn in Wien niemand für Oranje?
E-Mail: keines



online seit 16.06.2008 16:02:26
autorIn und feedback : alltag




Der Hund im Freiraum

Punks und ihre Haustiere
[18.09.2008,Karl Neumayer]


Die Vorratsdatenspeicherung

Das europaweite Ende der Privatsphäre für elektronische Kommunikation
[17.09.2008,Oliver Leistert]


Das ist mein Text

Eigentum im Zeitalter digitaler Reproduzierbarkeit
[02.09.2008,Sabine Nuss]


die vorigen 3 Einträge ...
die nächsten 3 Einträge ...
 
menueleiste2
impressum kontakt about malmoe newsletter links mediadaten